Alle Mitgliedseinrichtungen im Netzwerk von arbeit plus – Soziale Unternehmen Niederösterreich unterstützen Frauen* beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Rund ein Drittel davon richtet sich explizit an Frauen. Anlässlich des Internationalen Frauentages, der alljährlich am 8. März zu Solidarität und Gleichstellung aufruft, möchten wir diese Projekte vor den Vorhang holen.
Projekte, die Frauen gezielt fördern, sind nach wie vor unerlässlich
Strukturelle Hindernisse, die (Langzeit-)Erwerbsarbeitslose an der Aufnahme einer Beschäftigung hindern, treffen nämlich Frauen oft ganz besonders: so etwa mangelnde öffentliche Verkehrsanbindung, ein unzureichendes Angebot an Kinderbetreuungsplätzen oder die Tatsache, dass Care-Arbeit nach wie vor zum Großteil alleinig auf den Schultern der Frauen lastet. Sie leisten einen Großteil der unbezahlten Sorgearbeit – und können somit häufig keiner bezahlten Erwerbsarbeit nachgehen.
Stereotype Rollenbilder
führen nicht nur zu einer ungleichen Verteilung von Sorgearbeit. Sie haben auch zur Folge, dass Frauen überdurchschnittlich oft in schlecht bezahlten Berufen und unterdurchschnittlich häufig in Führungspositionen zu finden sind. Die Konsequenzen dieser Benachteiligung sind weitreichend: Weniger Einkommen, geringere sozialstaatliche Absicherung und ein höheres Risiko von Altersarmut.
Mind the Gap!
Gender Pay Gap, Gender Pension Gap, Gender Time Gap, … – alles Lücken, wenn nicht sogar tiefe „Klüfte“, mit denen sich Frauen konfrontiert sehen und die ihre mangelnde Gleichstellung am Arbeitsmarkt widerspiegeln.
Der geschlechtsspezifische Lohnunterschied, besser bekannt als Gender Pay Gap, liegt in NÖ bei rund 12%. Damit liegt Niederösterreich im Bundesländerranking bei gerechtem Einkommen an zweiter Stelle hinter Wien (Land NÖ, 2025). Lt. Berechnungen der Arbeiterkammer OÖ, die zum Vergleich ganzjährig vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer:innen basierend auf der Lohnsteuerstatistik 2023 (AK OÖ, 2025) heranzieht, in Niederösterreich sogar bei 16,5%.
Der Gender Pension Gap beschreibt die Differenz in den durchschnittlichen Pensionseinkommen von Männern und Frauen. In der Europäischen Union beträgt dieser Unterschied durchschnittlich 29 %, was deutlich höher ist als der Gender Pay Gap von 13 %. Dieser Unterschied resultiert aus Faktoren wie unterbrochenen Erwerbsbiografien und Teilzeitarbeit, die häufiger bei Frauen vorkommen (Eiopa, 2024) und führt den vorangegangenen Gender Pay Gap fort. In NÖ erhalten Frauen lt. ÖGB (ÖGB, 2024) um 40,5 Prozent weniger Pension als Männer. Ende Februar verwies das NÖ Armutsnetzwerk, zu dessen Mitgliedern auch arbeit plus NÖ zählt, anlässlich des Equal Care Day auf ebendiese Problematik (Pressekonferenz: „Gesucht: Ganze Männer für Halbe-halbe. Equal Care ist Altersvorsorge!“)
Der Gender Time Gap bezieht sich auf die ungleiche Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen den Geschlechtern. Frauen übernehmen oft einen größeren Anteil an unbezahlter Care-Arbeit, was ihre Möglichkeiten für bezahlte Beschäftigung einschränkt. Infolgedessen arbeitet jede 2. Frau in NÖ Teilzeit (AK NÖ, 2020)
All diese Ungleichheiten treten in enger Verknüpfung miteinander auf. Der Gender Pay Gap während des Erwerbslebens trägt maßgeblich zum Gender Pension Gap im Rentenalter bei.
Gegensteuern
Maßnahmen wie die Förderung von Frauen in Vollzeitbeschäftigung, der Ausbau von Kinderbetreuungsmöglichkeiten und die Schaffung von Anreizen für eine gerechtere Verteilung der Care-Arbeit können dazu beitragen, diese Lücken zu schließen. Die Unternehmen im Netzwerk von arbeit plus NÖ haben es sich zum Ziel gesetzt, diese Ungleichbehandlung von Frauen am Arbeitsmarkt aufzubrechen. Konkret bedeutet das: Qualifizierungsmaßnahmen und spezielle Angebote und Unterstützungsmaßnahmen für Mädchen und Frauen. Dazu braucht es eine ausreichenden Dotierung des AMS Förderbudgets für Frauenangebote, basierend auf einem entsprechenden politischen Commitment zu Gleichstellung und Gleichbehandlung.
„Eine eigene, gute Arbeit zu haben bedeutet auch Unabhängigkeit, eigene Entscheidungen treffen zu können und Chancen auf Selbstverwirklichung zu haben“, weiß Maria Nirnsee, Geschäftsführerin von arbeit plus Niederösterreich. „Unsere Mitgliedseinrichtung unterstützen Frauen dabei, Hindernisse, die einer Arbeitsaufnahme im Weg stehen, aus dem Weg zu räumen. Durch Beratung, Qualifizierung und Beschäftigung ermöglichen sie diesen Frauen mehr gesellschaftliche Teilhabe und setzen sich gezielt für mehr Gleichstellung ein.“
Arbeitsmarktservice NÖ: „Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt heißt intensive Förderung von Frauen“
Der 8. März steht für AMS NÖ Landesgedschäftsführerin Sandra Kern auch im Zeichen der Zusammenarbeit im Sinne der Frauen mit arbeit plus – Soziale Unternehmen NÖ: „Sich für mehr Chancengleichheit einsetzen, heißt gemeinsam etwas in Bewegung bringen.“
Das ist wichtig, zumal: „Langfristige Prognosen zeigen, dass die Fachkräftenachfrage anhalten wird. Dieser Trend ermöglicht jobsuchenden Frauen, sich verstärkt im Erwerbsleben einzubringen und beruflich neu durchzustarten. Sie dabei kompetent und individuell zu unterstützen, ist uns nicht nur am 8. März, sondern an jedem Tag ein großes Anliegen. Mehr als die Hälfte unseres Budgets für aktive Arbeitsmarktpolitik in Niederösterreich ist für Frauen reserviert“, so die AMS NÖ Chefin.
arbeit plus Ö zum internationalen Frauentag 2026
Gesellschaftliche Ungleichheit und strukturelle Probleme spiegeln sich auch am Erwerbsarbeitsmarkt wider. Arbeitsmarktpolitik ist ein wichtiger Hebel für die Gestaltung einer (geschlechter-)gerechten Gesellschaft.
„Arbeitslosigkeit hat zunehmend ein weibliches Gesicht”, stellte Sabine Rehbichler, Geschäftsführerin von arbeit plus Österreich bei einer Pressekonferenz am 3. März 2026 fest. Seit Oktober 2024 steigt die Frauenarbeitslosigkeit in Österreich deutlich stärker als jene der Männer. Knapp ein Drittel aller arbeitslosen Frauen ist von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen.
Dass Arbeitslosigkeit auch demokratiepolitische Folgen hat, untermauerte Martina Zandonella (Foresight) mit den Daten des Demokratiemonitors: Nur noch jede dritte Frau (32%) glaubt, dass das politische System gut funktioniert – unter den Betroffenen im unteren Einkommensdrittel sind es 19%, unter Arbeitslosen 21%.
Deshalb sind arbeitsmarktpolitische Angebote auch so wichtig: Sie erleichtern den beruflichen (Wieder-)Einstieg, führen aus der Langzeitbeschäftigungslosigkeit und tragen dazu bei, gesellschaftliche Teilhabe von Frauen zu sichern!
arbeit plus NÖ Frauenpower
Folgende Projekte im Netzwerk von arbeit plus NÖ empowern und stärken insbesondere Frauen* auf ihrem Weg (zurück) in den Arbeitsmarkt:
Die Initiative Niederösterreich
Neben der gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung von Männern und Frauen und deren Beratung hat das neue arbeit plus Niederösterreich Mitglied ein spezielles Angebot, das sich explizit an Wiedereinsteigerinnen richtet. Sie finden an 3 Standorten (in Korneuburg, St. Pölten und Mödling) Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung, bei Bewerbungen und beim richtigen Matching mit potentiellen Arbeitgeber:innen und können in Form der gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung der Initiative NÖ ihre künftigen Arbeitgeber:innen kennenlernen. Auch dieses Angebot wird vom AMS Niederösterreich finanziert.
fairwurzelt
fairwurzelt bietet Frauen ein zeitlich befristetes Dienstverhältnis unter fairen Bedingungen. Durch sozialpädagogische Beratung, Berufsorientierung und Bewerbungscoaching, berufsspezifische Praktika, Gruppenschulungen und fachliche Qualifizierung bereitet das Soziale Unternehmen die Teilnehmerinnen an zwei Standorten, in St. Pölten und in Neidling-Afing, auf die Arbeitswelt vor. Die Frauen arbeiten u.a. im Kräutergarten und produzieren dort Tees, Kräutersalze und die weit über die Landesgrenzen auch in der Gastronomie beliebte Bio-Suppenwürze. Mit ihren nachhaltigen, ökologischen Produkten aus lokaler, umweltschonender Produktion leisten die Frauen auch einen wichtigen Beitrag gegen den Klimawandel. Beim Ab-Hof Verkauf oder beim Besichtigen des „Natur im Garten“ Schaugartens kann man sich von der wertvollen, wichtigen und wirksamen Arbeit von fairwurzelt überzeugen!
Darüber hinaus werden im Projekt auch kreative Upcycling-Deko-Produkte gefertigt und Auftragsarbeiten – wie etwas Massensendungen, Verpackungs-, Sortier- und Etikettierarbeiten oder die Endfertigung von Werbegeschenken – übernommen. Und natürlich steht, wie im Bild oben zu sehen, eine ganze Rasenmäherflotte bereit: die Frauen bei fairwurzelt sind nämlich auch in der Garten- und Grünraumpflege aktiv und übernehmen Aufträge für Privatkund:innen, Firmen und Gemeinden.
Nachdem die Verweildauer im – von AMS Niederösterreich und Land Niederösterreich finanzierten – Sozialen Unternehmen beschränkt ist, versteht es fairwurzelt als eine seiner grundlegenden Aufgaben, nicht nur die Frauen bei der Arbeitsuche aktiv zu unterstützen, sondern arbeitet auch intensiv mit Unternehmen zusammen, um ein bestmögliches Matching zwischen Arbeitsuchenden und künftigen potentiellen Arbeitgeber:innen zu ermöglichen. So können etwa Unternehmen nicht nur von der Beratung durch die sogenannten „Outplacerinnen“ profitieren, sondern Bewerberinnen auch im Rahmen eines Praktikums kennenlernen.
Frauenakademie Pascalina
In Stockerau begleitet Frauen aller Altersgruppen auf ihrem Weg in den beruflichen (Wieder-)Einstieg. Konkret bietet die Bildungs- und Beratungseinrichtung hochqualitative fachliche Ausbildung in kaufmännischen Bereichen (Büro, Handel, Buchhaltung und Personalverrechnung), im IT-Bereich sowie Ausbildungen zur Kinderbetreuerin / Kindergartenassistentin und zur NÖ Kindergruppenbetreuerin an.
Teilnehmerinnen des vom AMS Niederösterreich finanzierten Angebotes können individuelles Bewerbungscoaching mit zielgerichteter Unterstützung für die Arbeitsuche in Anspruch nehmen.
lebmit & bunttex
in Gmünd wird ebenfalls vom AMS Niederösterreich finanziert und ist im Lebensmittel- und Textilbereich tätig und begleitet Frauen bei der Integration in den Arbeitsmarkt.
lebmit – bunttex Einzelhandel bietet nicht nur den Verkauf von Lebens- und Reinigungsmitteln sowie Hygieneartikeln im Ortszentrum – das gemütliche, im Geschäft befindliche Café ist auch Treffpunkt für Menschen aus Gmünd, die ein freundliches Miteinander schätzen. Zudem zählt ein bequemer Zustellservice zu den hochgeschätzten Angeboten des Sozialen Unternehmens. Mit dem Jausen- und Brötchenservice werden Firmen und Privatkund:innen zu besonderen Anlässen oder auch Tag für Tag mit frischen Schmankerln verwöhnt.
In der textilen Fertigung werden Auftragsarbeiten für regionale Unternehmen ausgeführt und Upcycling-Produkte gefertigt. Im unweit gelegenen Second Hand Shop von lebmit & bunttex können Kund:innen nicht nur gut erhaltene, saisonale Kleidung, Dekorationsobjekte oder Spielzeug zu günstigen Preisen einkaufen, sondern dort auch Bügelwäsche und Gewand für die Änderungsschneiderei abgeben. Auch Warenspenden werden gerne angenommen.
Mit der “Sprachbrücke zum Erfolg”, einem arbeitsnahen Deutsch-Kursangebot, wirkt das Soziale Unternehem einem der großen Hemnisse beim Einstieg in den Arbeitsmarkt – mangelnden Sprachkenntnissen – gezielt entgegen.
LIMA Frauenprojekt
in Lilienfeld ist ein gemeinnütziges Soziales Unternehmen, das in den Bereichen Feinkost und Lohnarbeit tätig ist. Im Geschäft können Frisch- und Trockenwaren des täglichen Bedarfs, Feinkost, frisches Obst und Gemüse, regionale Backwaren, Trafik-Waren, Geschenkartikel, u.v.m. erstanden – und bei Bedarf sogar zugestellt – werden. Zudem bietet LIMA einen Brötchen- und Jausenservice, stellt Feinkost-Platten zusammen und sorgt mit den beliebten „Riesenbrezeln“ für schmackhafte Verpflegung bei Firmenfeiern und privaten Veranstaltungen. Bald eröffnet LIMA auch einen Second-Hand Shop in Marktl – wir werden berichten!
Frauen, die es schwer haben, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, werden im – vom AMS Niederösterreich finanzierten Projekt – praxisorientiert ausgebildet und befristet beschäftigt.
Luna Frauenbeschäftigungsprojekt
Wohnungen reinigen, Kleidung reparieren, ein Bügelservice sowie der Verkauf von Marmeladen & Co. aus eigener Produktion gehören zur Angebotspalette des Sozialen Unternehmens Luna in Hollabrunn. Sowohl beim Besuch des online-Shops als auch vor Ort eröffnet sich eine ganze „Kulinarikwelt“ mit regionalen Bio-Köstlichkeiten wie Kräutersalzen, Senfkreationen oder Sirupen. Frauen erhalten durch ihre Mitarbeit im vom AMS Niederösterreich und Land Niederösterreich finanzierten gemeinnützigen Beschäftigungsprojekt die Chance auf eine befristete Arbeitsstelle, die ihnen den Weg (zurück) ins Erwerbsleben erleichtert.
Nesib Frauen
in Neunkirchen bietet seinen Kund:innen Wäscheservice, eine Schneiderei und einen Shop, in dem Produkte aus Dirndlstoffen angeboten werden. Nesib übernimmt auch Textilstickerei-Aufträge sowie Näh-Projekte, Änderungen und Serienaufträge für Firmen und Privatpersonen.
Das Gemeinnützige Beschäftigungsprojekt wird vom AMS Niederösterreich und Land Niederösterreich finanziert und unterstützt arbeitsmarktferne Frauen mittels Arbeitstraining und Beratung beim dauerhaften (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben.
Gesa – unida services
Für Kund:innen bietet unida services in Amstetten einen Second Hand Shop sowie gastronomische Angebote im unida café und im Rahmen des unida catering. Im Second Hand Shop steht hochwertige, saisonale Damenmode aus Kommissionsware zum Verkauf, das unida café bietet neben vegetarischen und veganen Mittagstisch-Schmankerl hausgemachte Kuchen in freundlicher Atmosphäre.
unida services ist Teil des Sozialökonomischen Betriebs der Gesa und begleitet Frauen bei ihrer beruflichen Integration in Form von zeitlich befristeter Beschäftigung, begleitet von Qualifizierungs- & Berufsorientierungsangeboten sowie sozialpädagogischer Unterstützung und wird vom AMS Niederösterreich und Land NÖ finanziert.
Auch hier trägt “In Arbeit und Sprache wachsen”, ein arbeitsnahes Deutsch-Kursangebot, dazu bei, Hemmnisse bei der Arbeitsmarktintegration der Frauen abzubauen.
Verein Hebebühne: FiT & EMMY!
An zwei Standorten des Vereins Hebebühne, in Krems und Tulln, werden Frauen im Rahmen des AMS-finanzierten Programmes FiT – Frauen in Handwerk und Technik dabei unterstützt, sich in einem technischen oder handwerklichen Beruf zu erproben. Frauen werden ermutigt, ihre handwerklichen und technischen Kompetenzen zu erkennen, dahingehende Qualifizierungen zu erlangen und somit auch in Berufsfelder mit unterrepräsentiertem Frauenanteil vorzudringen. Denn dort sind die Löhne und Gehälter meist höher als in traditionellen sogenannten „Frauenberufen“ – eindringlich zu vergleichen im FiT-Gehaltsrechner des AMS.
Mit dem Programm EMMY! greift der Verein Hebebühne gemeinsam mit dem AMS NÖ zeitgleich zwei Problematiken auf: steigende Jugendarbeitslosigkeit und mangelnde Gleichstellung. Bei EMMY! – EMpower MYself! erhalten junge Frauen Beratung und Untertützung bei der beruflichen Orientierung, sowohl in St. Pölten, als auch in Purkersdorf und im coolen EMMY!-Bus, in dem mobile Beratung angeboten wird.
zb zentrum für beratung, training & entwicklung: Frauenberufszentren
Drei vom AMS Niederösterreich finanzierte Frauenberufszentren bilden einen wesentlichen Part von zb – zentrum für beratung, training & entwicklung. Mit Standorten in Krems, Schwechat und St. Pölten bieten die FBZs Workshops, Einzelberatungen, Peergroups, Praktika, externe Weiterbildungen, u.v.m. – sowohl online, als auch in Präsenz. Die Beraterinnen fördern durch prozessorientierte psychosoziale Beratung die Vertiefung sozialer und persönlicher Kompetenz, unterstützen bei der Entwicklung von tragfähigen Zukunftsperspektiven und helfen bei der Erstellung von mittel- und langfristigen Bildungsplänen – und stellen Tag für Tag unter Beweis, dass #BeratungWirkt!
Beratungsstelle FAIR der Volkshilfe Wien
Zwar richtet die BBE FAIR der Volkshilfe Wien ihre Angebote nicht ausschließlich an Frauen, dennoch möchten wir die frauenspezifischen Angebote, die Migrantinnen bei der Arbeitsaufnahme unterstützen, im Rahmen des Internat. Frauentages vorstellen:
FAIR steht für “Für Arbeit, Integration, Recht“ und bietet Menschen mit Migrationserfahrung muttersprachliche Beratung zu allen Themen rund um Arbeitsuche. Das Team bietet sowohl am Standort in St. Pölten, in Wr. Neustadt und in Form mobiler Angebote, Beratung an – und das in 30 (!) unterschiedlichen Sprachen!
Speziell für Frauen gibt es bei FAIR zum Beispiel das Projekt Migrantin goes online, das gemeinsam mit arbeit plus NÖ ungesetzt wird. Oder etwa Qualifem, bei dem es – in enger Kooperation mit der Regionalstelle des AMS St. Pölten und die Zugang zu Qualifizerungsangeboten und die Anerkennung mitgebrachter Ausbildungen geht. Zudem entsteht gerade eine Workshopreihe Frauen zu Themen wie Finanzbildung, Eltern-sein in Österreich, Karrieren in Gesundheits- und Pflegeberufen, Stress-Resisdenz und mehr. Weiters beteiligt sich die Beratungsstelle FAIR mit ihren Klientinnen aktiv am FemaleJobDay der Volkshilfe Wien, der gezielt arbeitsuchende Frauen mit Unternehmen zusammenbringt.
Weitere Angebote für Frauen
Eine Übersicht über alle Angebote der Frauenberufszentren in ganz Niederösterreich, von A wie Amstetten bis Z wie Zwettl findet sich auf der AMS Website “Adressen für Frauen”.
Ein weiteres wichtiges Projekt im Kontext Frauen & Arbeitsmarkt in Niederösterreich ist jenes des Gewaltschutzzentrums in St. Pölten. Mit Perspektive:Arbeit werden gewaltbetroffene Frauen beim Einstieg bzw. Wiedereinstieg in das Arbeitsleben und bei schwierigen Situationen am Arbeitsplatz unterstützt. Perspektive:Arbeit wird vom AMS Niederösterreich finanziert und soll den Weg gewaltbetroffener Frauen in deren ökonomische Selbstständigkeit bestmöglich zu unterstützen.
Zahlreiche Beratungsstellen in Niederösterreich richten ihre Angebote allgemein an Mädchen und Frauen, manche Beratungsstellen haben sich auf bestimmte Zielgruppen und Schwerpunkte (arbeitsmarktpolitische Beratung, Wohnungs- bzw. Obdachlosigkeit, Gewalt) spezialisiert. Die Website des Netzwerkes der österreichischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen bietet eine umfassende Übersicht.
Quellen:
AK NÖ (Hg.), 2020: Teilzeitbeschäftigung in Niederösterreich: “Teilzeit – ist das wirklich mein Wunsch?”…; Bericht von L&R Sozialforschung im Auftrag der Abteilung Frauenpolitik der AK NÖ.
AK OÖ, 2025: “Equal Pay Day” 2025; https://ooe.arbeiterkammer.at/interessenvertretung/verteilungsgerechtigkeit/einkommen/WSG_2025_Equal-Pay-Day-2025.pdf
AMS NÖ, 2025: Medieninformation zum Internat. Frauentag; https://niederoesterreich.arbeitplus.at/wp-content/uploads/sites/6/2025/02/AMS_internat-Frauentag.pdf
arbeit plus – Soziale Unternehmen Österreich, 2025: Frauen am Erwerbsarbeitsmarkt; https://arbeitplus.at/themenpapiere/
Eiopa, 2024: The impact of social and behavioural aspects on the gender pension gap in Europe; https://www.eiopa.europa.eu/impact-social-and-behavioural-aspects-gender-pension-gap-europe-2024-06-26_en
Land NÖ, 2024: 12. Februar ist Equal Pay Day in Niederösterreich;
https://www.noe.gv.at/noe/12._Februar_ist_Equal_Pay_Day_in_Niederoesterreich.html
NÖ Armutsnetzwerk, 2025: Pressemappe zur PK Equal Care Day; https://www.noe-armutsnetzwerk.at/
NÖ Armutsnetzwerk, 2026: Pressemappe zur PK Equal Care Day; https://www.noe-armutsnetzwerk.at/
ÖGB, 2024: Darum bekommen Frauen weniger Pension; https://www.oegb.at/themen/gleichstellung/geschlechtergerechtigkeit/equal-pension-day–warum-altersarmut-weiblich-ist?
Statista, 2022: Gender Pay Gap in Österreich nach Bundesländern; https://de.statista.com/statistik/daten/studie/958103/umfrage/gender-pay-gap-in-oesterreich-nach-bundeslaendern/
Statistik Austria, 2025: Lohnsteuerstatistik 2023; https://www.statistik.at/statistiken/volkswirtschaft-und-oeffentliche-finanzen/oeffentliche-finanzen/steuerstatistiken/lohnsteuerstatistik
Symbolbild Grafik © canva Tjut Mario

