Mikl-Leitner/Wilfing: Neue Chance für Menschen am Arbeitsmarkt

Beschäftigungsprojekte bieten Unterstützung bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt

Mit rund 67.000 arbeitslosen Personen ist der Stand an beim AMS vorgemerkten beschäftigungslosen Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern so niedrig wie lange nicht, der Rückgang von – 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat ist sogar der größte seit zehn Jahren. „Damit ist klar, dass wir die Trendwende am Arbeitsmarkt geschafft haben – auch bei den älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, wo wir ebenfalls rückläufige Zahlen verzeichnen. Trotz dieser hervorragenden Entwicklung müssen wir unsere Hilfe gerade jenen anbieten, die es am Arbeitsmarkt einfach schwieriger haben“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Besonders schwer haben es Menschen mit geringer Qualifizierung, ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Deshalb unterstützen das Land Niederösterreich und das AMS NÖ im Rahmen des Beschäftigungspakts Projekte, die das Ziel haben, Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, denen es aufgrund verschiedener Umstände nicht so leicht fällt, Arbeit zu finden. Dabei werden Beschäftigungsprojekte unterstützt, die auf regionale Verhältnisse zugeschnitten sind und bestimmte Zielgruppen durch verschiedene Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten an den regulären Arbeitsmarkt heranführen sollen.

In der heutigen Regierungssitzung beschloss die NÖ Landesregierung eine Förderung für fünf Projekte „in einer Gesamthöhe von rund 1,3 Millionen Euro (mit AMS-Geld: 4,2 Millionen Euro) mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen. Damit bekommen rund 80 Personen die Möglichkeit, sich für den Arbeitsmarkt fit zu machen und den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu schaffen“, informiert der für den Arbeitsmarkt zuständige Landesrat Karl Wilfing. Mehrere Projekte haben einen Fokus auf Frauen: durch den Wiedereinstieg auf dem Arbeitsmarkt können diese Frauen selbständig Versicherungszeiten erwerben und so ihre Pension absichern.

Im Bezirk Amstetten wird das gemeinnützige Beschäftigungsprojekt UNIDA Services mit rund 225.000 Euro (mit AMS: 964.000 Euro) gefördert, um 18 Beschäftigungsplätze zu ermöglichen. Ziel ist die (Re-)Integration von am Arbeitsmarkt besonders benachteiligten Frauen durch Beschäftigung, Qualifizierung sowie weitere unterstützende Maßnahmen. UNIDA Services betreibt ein Café, einen Second Hand Shop, bietet aber auch Haushalts-, Reinigungs- und Bügelservice und führt einen eigenen Brautsalon.

Der Verein „LUNA Frauenbeschäftigungsprojekt Hollabrunn, Verein zur Förderung der Arbeitsmarktintegration von langzeitarbeitslosen Frauen“ hat als Ziel die (Re-)Integration von langzeitarbeitslosen, schwer vermittelbaren und übertrittsgefährdeten Frauen in den Arbeitsmarkt. Das Projekt LUNA bietet insgesamt rund 17 Personen Platz und wird aus Mitteln des Landes Niederösterreich mit rund 267.000 Euro (mit AMS: 898.000 Euro) unterstützt. Die Teilnehmerinnen werden in den Fachbereichen Garten, Schneiderei, Kulinarik, Bügelservice und Reinigung in privaten Haushalten durch Training on the job qualifiziert und dadurch auf den regulären Arbeitsmarkt vorbereitet.

Im Raum St. Pölten, Melk und Krems besteht seit vielen Jahren der Verein Fair-wurzelt – Frauen – Arbeit – Initiative- Regional. Der Verein „FAIR-wurzelt“ wurde mit dem Ziel gegründet, beschäftigungslosen Frauen durch Beschäftigung in den Bereichen Gartenpflege, Kräuterproduktion und Verkauf die Wiedereingliederung auf dem regulären Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Die rund 20 Transitarbeitsplätze werden seitens des Landes Niederösterreich mit rund 317.000 Euro (mit AMS: 1,1 Millionen Euro) finanziell unterstützt.

LOK IN in Mistelbach hat ebenfalls hat die (Re)Integration von am Arbeitsmarkt besonders benachteiligten Personen (Langzeitarbeitslose und andere arbeitsmarktpolitische Problemgruppen) durch die Förderung der Beschäftigung bei gemeinnützigen Einrichtungen zum Ziel. Im Rahmen des Projektes werden 19 Transitarbeitsplätze geschaffen. Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer arbeiten in den Bereichen Waldarbeiten, Gartenarbeiten, Wollverarbeitung, Produktion von Anheizholz, u. ä. Das Land Niederösterreich unterstützt dieses Projekt mit rund 255.000 Euro (mit AMS: 944.000 Euro).

Seit 2004 haben sozial benachteiligte Personen in Niederösterreich die Möglichkeiten in Sozialmärkten Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs günstiger zu bekommen. Gleichzeitig bieten die SOMA-Märkte auch Beschäftigungsmöglichkeiten für schwer vermittelbare Personen. Die „Service Mensch GmbH“ hat als Trägerorganisation in Schwechat und in Wiener Neustadt ebenfalls einen sozialen Supermarkt „SOMA“ für Bedürftige mit angeschlossenem Ausschank für Speisen und nichtalkoholischen Getränken eingerichtet. Ziel ist es, langzeitbeschäftigungslose und arbeitsmarktferne Menschen wieder in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern. So werden mit rund 244.000 Euro (mit AMS: 364.000 Euro) ca. 7 Arbeitsplätze in diesen SOMA-Märkten vom Land Niederösterreich unterstützt.

Diese und viele weitere Projekte tragen ganz wesentlich dazu bei Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu betreuen und zu unterstützen. Sie erhalten damit die Möglichkeit wieder an das Arbeitsleben herangeführt zu werden, neue Kompetenzen zu entwickeln und den Einstieg in ein selbstbestimmtes Leben zu schaffen.

Nähere Informationen: Florian Liehr, Büro Landesrat Karl Wilfing, Telefon 02742-9005-12324 und 0676 812 12324, E-Mail florian.liehr@noel.gv.at, www.noe.gv.at, www.facebook.com/karl.wilfing

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