Neues Vorstandsteam: Helfen Langzeitbeschäftigungslosen beim Weg zurück in den Arbeitsmarkt

Mehr als 65.000 Personen sind derzeit in Niederösterreich auf Jobsuche. Ältere Personen oder Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen haben es dabei besonders schwer, wieder Tritt am Arbeitsmarkt zu fassen. Soziale Unternehmen unterstützen diese Menschen durch Beratung, Qualifizierung und zeitlich befristete Beschäftigung.

Soziale Unternehmen weiter professionalisieren

Der nöb – Niederösterreichischer Dachverband für Bildung-Beratung-Beschäftigung fördert 36 Soziale Unternehmen in Niederösterreich bei diesen Aufgaben, indem er deren Professionalisierung und gegenseitigen Austausch vorantreibt. Ende April wurde von den Mitgliedern des nöb ein neuer Vorstand gewählt. Das bewährte Vorstandsteam von Louise Kienzl (NupAktiv), Christine Krampl (SAM NÖ), Ursula Königer (WUK bio.pflanzen), Johanna Reithner (FAIR) und Barbara Wewerka (ASINOE) wird künftig noch durch Johann Lechner (GESA), Peter Reiss-Eichinger (Landschaftspflege) und Ulrike Putz-Alb (Hebebühne) unterstützt.

Neuer nöb-Vorstand

Über 9.700 Arbeitsuchende wurden 2015 von Sozialen Unternehmen unterstützt

Ein Schwerpunkt des nöb-Vorstands ist bereits klar: „Qualität und Bestand der breitgefächerten arbeitsmarktpolitischen Unterstützungsangebote sollen weiterhin erhalten bleiben“, erklärt Vorstandsmitglied Ursula Königer. Über 9.700 Arbeitssuchende wurden im Vorjahr durch die Mitgliedseinrichtungen des nöb beraten, beschäftigt und qualifiziert.

Besonders auffällig dabei: die Anzahl der Personen, die eine Beratung in Anspruch genommen haben, hat sich nahezu verdoppelt. Die Arbeitsplätze in den Sozialen Unternehmen sind zeitlich befristet. Mehr als 40 Prozent der Personen, die in den nöb-Mitgliedseinrichtungen beschäftigt werden, finden danach wieder eine dauerhafte Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt.

Jeder Euro Förderung kommt doppelt zurück

Auch eine wissenschaftliche Studie zeigt die positive Wirkung der Arbeit von Sozialen Unternehmen: Jeder Euro, der in Sozialintegrative Unternehmen investiert wird, kommt doppelt zurück. Die Hauptfrage der Studie war: Welchen Nutzen und welche Wirkungen haben die Sozialintegrativen Unternehmen in Niederösterreich? Durchgeführt wurde die SROI-Studie vom NPO&SE Kompetenzzentrum der Wirtschaftsuniversität Wien (WU). Analysiert wurden die gesellschaftlichen und ökonomischen Wirkungen von 27 Sozialen Unternehmen in Niederösterreich.

Das Ziel, die nöb-Mitgliedseinrichtungen weiter zu stärken, bleibt auch für das neue Vorstandsteam bestehen. Darüber hinaus will sich der nöb vermehrt für neue Mitgliedseinrichtungen öffnen.