Jahresbilanz 2015

Sie sind derzeit am NÖ Arbeitsmarkt besonders benachteiligt: Personen über 50 Jahren, Jugendliche ohne Berufsausbildung oder auch Frauen. Speziell diese Personengruppen – wie auch andere Langzeitbeschäftigungslose – unterstützen die Mitgliedseinrichtungen des nöb – Niederösterreichischer Dachverband für Bildung, Beratung, Beschäftigung. 9742 Arbeitssuchende wurden im Jahr 2015 insgesamt beschäftigt, beraten und betreut. Besonders auffällig: die Anzahl der Personen, die eine Beratung in Anspruch genommen haben, hat sich nahezu verdoppelt.

Vermittlungshemmnisse abbauen

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2187 Personen von den Sozialen Unternehmen beschäftigt und sozial betreut. Dadurch werden mögliche Vermittlungshemmnisse ab- und Qualifikationen für eine weitere Beschäftigung am Arbeitsmarkt aufgebaut. Die Bandbreite, in denen diese Sozialen Unternehmen tätig sind, ist vielfältig: sie reicht von Garten- und Grünraumgestaltung über künstlerisches Recycling („Upcycling“) bis hin zur Sammlung und Wiederverwertung von Elektrogeräten. Die Arbeitsplätze sind zeitlich befristet. Mehr als 40 Prozent der Personen, die in den nöb-Mitgliedseinrichtungen beschäftigt werden, finden danach wieder eine dauerhafte Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt.

Ausweg aus psychischen Belastungen

In den Beratungs- und Betreuungseinrichtungen wurden im vergangenen Jahr 7266 Personen betreut. Damit hat sich die Anzahl aus dem Jahr 2014 fast verdoppelt. Die Einrichtungen bieten Unterstützung und Beratung bei der Bewältigung von Problemen, die einer nachhaltigen Beschäftigung im Wege stehen: seien es Schulden, Süchte, familiäre Probleme oder psychische Belastungen. Die Beratungs- und Betreuungseinrichtungen unterstützen erwerbslose Menschen auch bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung und bieten begleitende Unterstützung für erwerbstätige Menschen.

Qualifizierung für Junge

Zu den nöb-Mitgliedseinrichtungen zählen auch überbetriebliche Lehrwerkstätten, Produktionsschulen und Qualifizierungseinrichtungen. In diesen wurden im vergangenen Jahr 289 Jugendliche ausgebildet. Junge Menschen können Lehrausbildungen in Bereichen wie Büro, Gärtnerei, EDV, Küche, Malerei oder Tischlerei absolvieren. In Schulungsprogrammen haben Jugendliche ab 15 Jahren darüber hinaus die Möglichkeit, sich im Verkauf, Büro oder auch in der Küche zu erproben und so fit für den Arbeitsmarkt werden.